Eleganz trifft Effizienz

Hinterlüftete Keramikfassade des Geschäftsgebäudes im Centar 2000, Zagreb

24.06.2019 
Neuen Raum für unternehmerisches Wachstum in der kroatischen Hauptstadt Zagreb schafft der Geschäftskomplex Centar 2000 mit mehreren Neubauten auf 50.000 m². Teil des Projekts ist ein Bauwerk für Büroräume und Gastgewerbe. Dessen vorgehängte hinterlüftete Fassade mit keramischer Außenverkleidung vereint Energieeffizienz mit einer repräsentativen Optik. Die Keramikplatten wurden auf die Unterkonstruktion ATK 100 Minor geklebt – ein System der BWM Fassadensysteme GmbH, die zur Unternehmensgruppe fischer gehört. Der Neubau in Zagrebs Geschäftsviertel verfügt über eine Gesamtfläche von über 15.000 m², auf die sich unter anderem Büroräume auf 9.000 m² und Gastgewerbe auf 6.300 m² verteilen.

Seine vorgehängte hinterlüftete Fassade sorgt dafür, den Energieverbrauch zu senken und CO₂-Emissionen zu verringern.

Zuständiges Architekturbüro war Svebor Andrijević Zagreb unter der Leitung von Senka Dombi. Mit der Bekleidung der Fassade auf etwa 5.000 m² war die Firma Keratek aus Zagreb beauftragt. Die 6-mm-starken Keramikplatten wurden hauptsächlich auf 240 x 120 cm und 240 x 90 cm zugeschnitten. Diese klebten die Fassadenbauer auf die Unterkonstruktion ATK 100 Minor von BWM Fassadensysteme. Ein Glasnetz auf der Rückseite der Platten verhindert, dass diese abbrechen und herabfallen, falls sie beschädigt werden. Als Bekleidungsmaterial wurden dünne, großformatige Keramikplatten mit einer Biegefestigkeit über 70 N/mm² eingesetzt, die zusammen mit der BWM Unterkonstruktion circa 15 kg/m² wiegen. Fassadenkeramik ist witterungsbeständig und resistent gegen aggressive Umwelteinflüsse. Das Bekleidungsmaterial ist frostsicher und bleicht auch unter starkem UV-Licht nicht aus. Regen wäscht die glatte Fläche, die also selbstreinigend ist. Die Keramikbekleidung punktet mit langer Lebensdauer, geringem Wartungsaufwand und Wirtschaftlichkeit. Abhängig von der Mineralwollstärke absorbiert die vorgehängte hinterlüftete Fassade Lärm bis zu 15 dB. Sie hält zudem die Wände trocken und sorgt für ein gesundes Raumklima. Indem die vorgehängte hinterlüftete Fassade mit offenen Fugen ausgeführt wird, verringert sich die Windbelastung laut Berechnung um bis zu 50 %.

Statische Berechnung und Montageplan
Die statische Berechnung und den Montageplan hat die BWM Fassadentechnik GmbH aus Leinfelden-Echterdingen ausgearbeitet. Auf deren Grundlage wurde dann die Mengenermittlung erstellt.

Nach Ermittlung der Belastungen unter Einbezug aller relevanten Parameter fiel die Wahl auf die distanzüberwin-dende, praxisbewährte und sichere BWM Unterkonstruktion ATK 100 Minor, auf welche die Platten aufgeklebt wurden.

Die statische Berechnung erfolgte dabei unter anderem auf Basis des Gewichtes des Bekleidungsmaterials der Fassade, der Plattengröße und Windbelastung sowie des Abstands und der Tragfähigkeit der Tragwände und wurde mit entsprechenden Teilsicherheits-Beiwerten beaufschlagt. Für dünne Bekleidungen, wie bei den ausgewählten Keramikplatten mit einer Stärke von 6 mm, war es erforderlich, dass die vertikalen Profile einen Abstand von maximal 500 mm haben.

Montage und Vorbereitung
Vor der Materialbestellung  wurde eine geodätische Aufnahme mit Angaben über die vertikalen und horizontalen Abweichungen der Wände gemacht. Das erleichtert die Auswahl der Wandwinkel bei bauseitigen Toleranzen.

Vor der Montage der Profile wurde eine nicht brennbare Wärmedämmung aus Mineralwollplatten in der Stärke von 16 cm mit einem dampfdurchlässigen Vlies eingebaut, das die Diffussion ermöglicht.
 
Unter den L-Haltern wurde Material zur thermischen Trennung montiert. Die Tragfähigkeit des eingesetzten Klebstoff-Systems wurde im Laboratorium mit einem Keramikplattenmuster getestet und nach dem offiziellen Prüfungsnachweis freigegeben. Um dieses auf der Baustelle sicher einzusetzen, musste die Lufttemperatur zwischen 8 °C und 35 °C betragen. Die Luftfeuchtigkeit durfte 65 % nicht überschreiten. Unter Beachtung dieser Bedingungen haben die Fassadenbauer den Klebstoff verarbeitet. Dabei gaben sie darauf Acht, dass die Aluminiumprofile und Platten kälter als die Luft waren und vermieden so Kondensatbildung auf den kalten Oberflächen. Nach nur sechs Monaten Bauzeit wurde das Objekt zur Zufriedenheit aller Projektbeteiligten fertiggestellt.

Enstanden ist ein Gebäude mit einer vorgehängten hinterlüfteten Keramikfassade, bei der Eleganz auf Energieeffizienz trifft.
Lighthouse Zagreb 1
Im Geschäftsviertel von Zagreb entstand der neue Komplex Centar 2000. Bestandteil sind mehrere Neubauten mit Büro- und Gewerbefläche, ein Restaurant, ein Hotel und vieles mehr auf über 50.000 m². Hingucker ist das Geschäftsgebäude mit hinterlüfteter Keramikfassade. Die Unterkonstruktion ATK 100 Minor von der BWM Fassadensysteme GmbH gibt der Außenbekleidung festen Halt.  
Lghthouse Zagreb 2
Das neue Gebäude im Geschäftskomplex Centar 2000 dient ökonomischen Zwecken, wurde aber zugleich mit ökologischen Zielen im Blick errichtet. Die hinterlüftete Fassade senkt den Energieverbrauch und verringert CO₂-Emissionen zugunsten des Klimaschutzes. Die statische Berechnung und den Montageplan für die Gebäudehülle verantwortete die BWM Fassadensysteme GmbH, die zur Unternehmensgruppe fischer zählt. 
Lighthouse Zagreb 3
Auf etwa 5.000 m² vorgehängte hinterlüftete Fassade klebten die Fassadenbauer die Keramikplatten auf das Unterkonstruktionssystem ATK 100 Minor von BWM Fassadensysteme.
Bilder :  KERATEK d.o.o.
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